Thema | Erweiterter Arbeitsmarkt
VOLLBESCHÄFTIGUNG
Vollbeschäftigung und ein "Arbeitsmarkt, der für alle Bevölkerungsgruppen offen ist", sind wichtige Zielsetzungen der europäischen und österreichischen Beschäftigungspolitik.
Doch immer mehr Menschen können mit den ständig steigenden Anforderungen der Gesellschaft an ihre Leistungsfähigkeit nicht mehr Schritt halten.
Bereits geringfügige gesundheitliche oder soziale Probleme führen immer öfter zu Karriereenden oder gar in die Arbeitslosigkeit.
POLITISCHE RAHMENBEDINGUNGEN
Im Einleitungsreferat soll ein internationaler, wissenschaftlicher Überblick über Möglichkeiten geboten werden, ob und wie hohe Leistungsfähigkeit einer Wirtschaft, hohe Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen, ein leistungsfähiger öffentlicher Dienst mit sozialer Verantwortung verbunden werden können.
In einer Gesprächsrunde sollen die politischen Rahmenbedingungen und Handlungsmöglichkeiten für die Gestaltung eines integrativen, nicht ausgrenzenden, also erweiterten Arbeitsmarktes erörtert werden.
Denn auch weniger leistungsfähige Menschen haben das Recht auf selbst erarbeitetes Einkommen und damit auf wirtschaftliche Eigenständigkeit und soziale Integration.
Nicht zuletzt erbringen auch teilarbeitsfähige Menschen einen wertvollen Beitrag auf diesem Arbeitsmarkt.
Ihre Ressourcen und Potentiale nicht auszuschöpfen, bedeutet einen Verlust für die Gesellschaft.
ERWEITERTER INTEGRATIVER ARBEITSMARKT
Die Benennung des Arbeitsmarktes in 1., 2. und womöglich gar 3. Arbeitsmarkt soll einer Prüfung unterzogen werden.
Ein Modell eines "erweiterten", integrativen Arbeitsmarkts soll formuliert werden, der über Steuer- und Standortpolitik Beschäftigung so fördert und generiert, dass
auch benachteiligte Gruppen Chancen auf Arbeit und Einkommen haben.
SPITZE BRAUCHT BREITE
In der Gesellschaft, am Arbeitsmarkt gilt:
Spitze braucht Breite, beides ist notwendig und wichtig! Eine soziale, gerechte und faire Gesellschaft bietet das ideale Umfeld dafür.
TEILHABE AM ERWERBSLEBEN FÜR ALLE
Die Veranstaltung soll Anstöße geben, wie auf lokaler und regionaler Ebene die Teilhabe am Erwerbsleben für alle ermöglicht wird und werden kann.
Denn nicht zuletzt mit der Einführung der bedarfsorientierten Mindestsicherung und ihrem Anspruch, den Menschen ein Trampolin zu eigenständiger Existenzsicherung zu bieten, stehen die bundesweite und regionale Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik vor einer neuen Herausforderung.